6 fermentierte Lebensmittel, die bei Colitis ulcerosa guttun können

    Kiran Iqbal
    Kiran Iqbal

    Colitis ulcerosa bringt das Gleichgewicht der Darmflora durcheinander. Fermentierte Lebensmittel helfen dann dabei, es wieder zu stabilisieren.

    Frau beim Essen mit Löffel und Schüssel
    Vielfältige fermentierte Speisen bringen wertvolle Mikroorganismen in den Darm. - Depositphotos

    Colitis ulcerosa ist eine chronische Entzündung des Dickdarms, die oft mit Schmerzen, Durchfall und Blut im Stuhl einhergeht. Obwohl die Ursachen nicht vollständig geklärt sind, vermuten Experten, dass eine gestörte Darmflora eine wichtige Rolle spielt.

    Fermentierte Lebensmittel liefern wertvolle Bakterien, die das Gleichgewicht im Darm unterstützen können.

    1. Kimchi: Würzig und probiotisch

    Kimchi ist ein koreanisches Nationalgericht, das aus fermentiertem Gemüse – meist Chinakohl – besteht. Die darin enthaltenen Milchsäurebakterien können helfen, die Darmflora zu stärken und Entzündungen zu mindern.

    Kimchi
    Kimchi schmeckt nicht nur herzhaft, sondern tut auch der Darmgesundheit gut. - Depositphotos

    Seinen charakteristischen Geschmack erhält Kimchi durch die Zugabe von Gewürzen. Studien deuten darauf hin, dass bestimmte im Kimchi enthaltene Bakterien die Symptome einer Colitis ulcerosa bei Tieren lindern.

    2. Miso: Vielseitige Würzpaste aus Japan

    Miso wird aus fermentierten Sojabohnen hergestellt und ist vor allem als Suppenbasis bekannt. Die Paste enthält zahlreiche lebende Kulturen, die das Gleichgewicht im Darm fördern können.

    Besonders in der kalten Jahreszeit ist eine Misosuppe wohltuend und gleichzeitig auch leicht verdaulich. Beachten Sie jedoch den Salzgehalt, wenn Sie Miso regelmässig verwenden.

    Sie können Miso auch als Marinade für Gemüse oder Fisch nutzen. Achten Sie beim Einkauf auf unpasteurisierte Varianten.

    3. Tempeh: Eiweissreicher Fleischersatz

    Tempeh stammt ursprünglich aus Indonesien und wird aus fermentierten Sojabohnen hergestellt. Er überzeugt mit einem festen Biss und einem nussigen Geschmack.

    Das Nahrungsmittel liefert nicht nur Probiotika, sondern auch wertvolle Ballaststoffe und Proteine. Für Menschen mit Soja-Allergie ist Tempeh leider nicht geeignet.

    Studien zeigen, dass Tempeh die Darmgesundheit unterstützen kann. Braten oder dämpfen Sie Tempeh als Beilage oder Hauptgericht.

    4. Kefir: Das lebendige Getränk

    Kefir ist ein fermentiertes Getränk, das traditionell aus Milch hergestellt wird, aber auch auf Wasserbasis erhältlich ist. Es enthält verschiedene Bakterien- und Hefestämme, die das Darmmilieu positiv beeinflussen.

    Kefir
    Kefir kann bei Colitis ulcerosa zur Linderung von Entzündungen beitragen. - Depositphotos

    Besonders für Menschen mit Laktoseintoleranz gibt es milchfreie Alternativen. Beginnen Sie mit kleinen Mengen, um die Verträglichkeit zu testen.

    5. Sauerkraut: Der deutsche Klassiker

    Sauerkraut entsteht durch die Fermentation von Weisskohl und ist reich an Milchsäurebakterien. Diese unterstützen das Immunsystem und helfen, Entzündungen im Darm zu reduzieren.

    Achten Sie darauf, frisches, unpasteurisiertes Sauerkraut zu wählen, da nur dieses lebende Kulturen enthält. Kleine Portionen reichen bereits aus, um von den Vorteilen dieses klassischen Lebensmittels zu profitieren.

    6. Griechischer Joghurt: Cremig und gesund

    Griechischer Joghurt wird mehrfach abgeseiht und enthält besonders viele probiotische Kulturen. Diese können das Gleichgewicht der Darmflora fördern und die Verdauung unterstützen.

    Gehen Sie bei der Auswahl am Kühlregal sicher, dass lebende Kulturen enthalten sind, da manche Produkte wärmebehandelt werden. Naturjoghurt ohne Zuckerzusatz ist am besten geeignet.

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    Kommentare

    User #4488 (nicht angemeldet)

    Surströmming?

    User #3044 (nicht angemeldet)

    Das sind meistens Folgen von einseitiger Ernährung ohne Fleisch und andern tierischen Produkten. Aber die Veganer und Vegetarier sind gewaltig im Vormarsch, er beträgt schon fast 0,8% der gesamten CH-Bevölkerung. Die Auswirkungen machen sich langsam bemerkbar, aber mit Nahrungsmitteln von der chem. Industrie kann sicher gegensteuern gegeben werden, dass es nicht ganz so schlimm ist.

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