Diabetes Typ 2

    Intermittierendes Fasten als Schlüssel gegen Diabetes Typ 2?

    Marvin Kahlenberg
    Marvin Kahlenberg

    Eine Studie legt nahe, dass das Risiko für die Zuckerkrankheit sinkt, wenn man die Nahrungsaufnahme auf ein Zeitfenster von 8 bis 12 Stunden pro Tag beschränkt.

    Intermittierendes Fasten, Symbol
    Eine neue Studie zeigt, dass intermittierendes Fasten das Diabetes-Risiko senken könnte. - Depositphotos

    Das Konzept des intermittierenden Fastens ist einfach: Man isst alle seine Mahlzeiten innerhalb einer bestimmten Zeitspanne und fastet den Rest des Tages. Zum Abnehmen hat sich diese Technik bereits als probates Mittel erwiesen.

    Doch die Vorteile könnten weit über den reinen Gewichtsverlust hinausgehen.

    Verschiedene Untersuchungen hatten bereits potenzielle positive Effekte der sogenannten zirkadianen Ernährung aufgedeckt: Dazu gehören verbesserte Cholesterinwerte im Blut, gesteigerte kognitive Funktion und sogar Anti-Aging-Wirkungen.

    Neue Forschungsergebnisse wecken Interesse

    Eine aktuelle Studie deutet nun darauf hin, dass das Beschränken der Nahrungsaufnahme auf ein achtstündiges Fenster helfen könnte, idenBlutzuckerspiegel zu kontrollieren und somit das Risiko für Typ-2-Diabetes zu senken.

    Fasten, Symbol
    Während der Tage mit dem achtstündigen Essenszeitfenster profitierten die Studienteilnehmer von geringeren Blutzuckerwerten. - Depositphotos

    Dabei spiele es keine Rolle, ob das Zeitfenster bereits am Morgen oder erst im Laufe des Tages beginnt. Die Studie wurde von Forschern der Manchester Metropolitan und Newcastle Universitäten in Grossbritannien durchgeführt.

    Die Teilnehmer der Studie befolgten erst drei Tage eine übliche Ernährung mit Nahrungsaufnahme in einem Zeitfenster von 14 Stunden täglich. Anschliessend beschränkten sie die Nahrungsaufnahme für sechs Tage auf ein 8-Stunden-Zeitfenster, die ersten drei Tage zwischen 8 Uhr und 16 Uhr, danach zwischen 12 und 20 Uhr.

    Zeitfenster-Essen vs. konventionelle Ernährung

    Verglichen mit dem herkömmlichen Essverhalten erhöhte das intermittierende Fasten, sowohl im frühen als auch im späten Zeitfenster, die Zeitspanne, in der sich der Blutzucker im Normalbereich befand. Im Durchschnitt lag der Blutzuckerwert etwa bei 3,3 Prozent, während glykämische Schwankungen effektiv verringert wurden.

    Mann, Bauch, Gewicht
    Für den Gewichtsverlust scheint das intermittierende Fasten in jedem Fall eine gute Methode zu sein. - Depositphotos

    Es gibt jedoch auch Anzeichen dafür, dass das intermittierende Fasten nicht für jeden geeignet ist. Eine Studie der American Heart Association ergab beispielsweise, dass Menschen, die einem achtstündigen Essenszeitplan folgten, ein um 91 Prozent höheres Risiko für den Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatten und keine erhöhte Lebenserwartung aufwiesen.

    Trotzdem bleibt festzuhalten: Für Menschen mit Übergewicht oder Adipositas könnte das Fasten eine effektive Methode zur Gewichtsreduktion sein und somit helfen, das Risiko für Typ-2-Diabetes zu senken.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Frau mit Periodenschmerzen auf einem Bett
    Frauengesundheit
    Mutter und Kind mit Handtüchern und Creme
    1 Interaktionen
    Kindergesundheit
    Fetakäse, Brot
    11 Interaktionen
    Ernährung
    Person kratzt sich am Arm
    Krankheiten
    Frau beim Psychotherapeuten
    4 Interaktionen
    Mentale Gesundheit
    Frau auf Laufband
    1 Interaktionen
    Sport & Fitness