Studie warnt: Speiseöl könnte Krebs auslösen

    Marvin Kahlenberg
    Marvin Kahlenberg

    Billige Speiseöle stehen schon länger in der Kritik. Eine Studie aus den USA zeigt, dass Sonnenblumen- und Rapsöl Darmkrebs verursachen könnten.

    Speiseöl, Frau, Supermarkt
    Speiseöl aus Pflanzensamen wird auch in der Schweiz vielfach verwendet. Es gibt jedoch zunehmende Zweifel hinsichtlich der Sicherheit dieser Produkte. - Depositphotos

    Lange Zeit galten pflanzliche Öle wegen ihres geringeren Anteils an gesättigten Fettsäuren als gesündere Alternative zu Butter oder tierischem Fett. Seit einigen Jahrzehnten sind Sonnenblumen-, Traubenkern-, Raps- und Maisöl daher vor allem in westlichen Ländern weit verbreitet.

    Auch in der Schweiz finden sich die günstigen Öle zum Braten und Kochen in beinahe jeder Küche. Eine Studie, die von Forscher der University of South Florida in den USA und der Hokkaido University in Japan verfasst wurde, deutet aber darauf hin, dass genau diese Öle einen Anstieg in Darmkrebsfällen verursachen könnten.

    Die Ergebnisse wurden im führenden Fachjournal «Gut» (engl. für «Bauch») veröffentlicht.

    Speiseöl und Krebs: Ein unerwarteter Zusammenhang

    Bisher waren Beweise für einen Zusammenhang zwischen Speiseölen und Darmkrebs uneindeutig. Doch diese jüngste Studie hat Öle aus Pflanzensamen als möglichen Faktor identifiziert.

    Öl, Supermarkt
    Die Studie zeigte, dass Samenöle entzündliche Prozesse verursachen können und so zum Krebswachstum beitragen. - Depositphotos

    Die Forscher untersuchten Tumore von mehr als 80 Personen mit Darmkrebs im Alter zwischen 30 und 85 Jahren. Sie entdeckten dabei erhöhte Mengen an bioaktiven Lipiden – kleine Ölmoleküle, die produziert werden, wenn der Körper Öle aus Samen metabolisiert.

    Diese bioaktiven Lipide fördern nicht nur Entzündungen im Körper, sondern behindern auch den natürlichen Heilungsprozess des Körpers und begünstigen das Tumorwachstum.

    Gesündere Alternativen zu minderwertigen Speiseölen

    Bereits in der Einleitung der Studie wird darauf hingewiesen, dass eine hohe Zufuhr an Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure mit der Entstehung und Verbreitung von Darmkrebs verbunden sind.

    Raps, Feld, Blüten
    Rapsöl ist reich an Omega-6-Fettsäuren. - Depositphotos

    Eine bessere Alternative zu den billigen Ölen aus Pflanzensamen sind Öle, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind. Dazu zählen beispielsweise Avocado- und Olivenöl, die auch entzündungshemmende Eigenschaften aufweisen.

    Nach dem aktuellen Stand ist auch gegen einen Verzehr von Speiseölen aus Pflanzensamen in geringer Menge nichts einzuwenden. Wie bei so vielem gilt wohl die Regel: Die Dosis macht das Gift.

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