Schlafmangel und Insulinresistenz: Diesen Zusammenhang gibt es

    Kiran Iqbal
    Kiran Iqbal

    Wenn die Zellen schlecht auf Insulin ansprechen, kann sich ein Diabetes entwickeln. Forscher haben herausgefunden, welche Rolle ein schlechter Schlaf spielt.

    Frau mit Schlafproblemen
    Schlafmangel kann verschiedene gesundheitliche Probleme begünstigen. - Depositphotos

    Insulinresistenz, eine Vorstufe von Typ-2-Diabetes, bleibt oft unerkannt und unbehandelt. Dabei könnten einfache Massnahmen wie gesunde Ernährung, regelmässige Bewegung und Gewichtskontrolle vorbeugen.

    Aber es gibt noch einen weiteren Faktor im Spiel – einer, der besonders bei älteren Frauen eine Rolle spielt.

    Chronischer Schlafmangel? Risiko steigt

    Eine Studie im «Diabetes Care Journal» zeigt verblüffende Ergebnisse: Bei Frauen, die über sechs Wochen hinweg durchschnittlich nur 6,2 Stunden pro Nacht schliefen, sank die Insulinsensibilität.

    Frau mit Schlafproblemen
    Forschungen belegen, dass sich Schlafmangel ungünstig auf die Insulinsensitivität auswirken kann. - Depositphotos

    Dies geschah ganz unabhängig vom Körperfettanteil. An der Studie nahmen 38 Frauen zwischen 25 und 75 Jahren teil.

    Elf davon waren postmenopausal. Alle gaben an, normalerweise sieben bis neun Stunden zu schlafen.

    Was Schlafprobleme begünstigt

    Die Forscher stellten fest: Der Einfluss des Schlafs auf die Insulinsensibilität war in der gesamten Gruppe signifikant. Noch ausgeprägter zeigte er sich jedoch bei postmenopausalen Frauen.

    Problematisch: Bei Frauen nach der Menopause besteht laut früheren Studien ein erhöhtes Risiko für Schlafstörungen. Die neuen Erkenntnisse zum Zusammenhang von Insulinsensibilität und Schlafmangel dürften Mediziner dazu bewegen, mehr über die Schlafgewohnheiten ihrer Patientinnen erforschen zu wollen.

    Denn chronischer Schlafmangel könnte als potenzieller Risikofaktor für die Entwicklung eines Diabetes betrachtet werden. Hinzu kommt, dass auch andere gesundheitliche Probleme begünstigt werden können, wenn der Schlaf nicht erholsam und ausreichend ist.

    «Schlafen gegen Diabetes»: Warum das so wichtig ist

    Sechs Stunden Schlaf pro Nacht mögen normal klingen. Allerdings kommt es nicht unbedingt nur auf die Schlafdauer, sondern vor allem auf die Schlafqualität an.

    Benommenheit, ständiges Gähnen, Konzentrationsprobleme und Kopfschmerzen könnten auf einen problematischen, nicht ausreichenden Schlaf hindeuten.

    Ältere Dame wird von einer jungen Ärztin untersucht
    Bei anhaltenden Schlafproblemen ist eine medizinische Abklärung notwendig. - Depositphotos

    Aber Achtung: Auch wenn ausreichender Schlaf entscheidend ist, um Diabetes und Insulinresistenz vorzubeugen, sind auch gesunde Ernährung und Bewegung zu berücksichtigen.

    Wie Sie Ihren Schlaf verbessern

    Trinken Sie noch Kaffee oder Alkohol am Abend? Lassen Sie das, denn beide Substanzen stellen eine Belastung für den Körper dar und können Ihren Schlaf empfindlich stören. Eine angenehme Schlafumgebung, etwa durch ein bequemes Kissen oder eine kühlere Raumtemperatur, wirkt sich dagegen günstig auf Ihre Ruhe aus.

    Leichte körperliche Aktivitäten während des Tages, aber keine intensiven Workouts am Abend, können den Schlaf fördern. Wenn ernsthafte Schlafprobleme weiterhin bestehen und nicht nur vorübergehend, sollte ein Arzt zurate gezogen werden.

    Achten Sie insgesamt auf einen gesunden, ausgeglichenen Lebensstil, um Wohlbefinden und Gesundheit zu fördern. Neben ärztlicher Hilfe können Sie bei Bedarf auch psychotherapeutische Unterstützung in Anspruch nehmen, denn oft hängen Schlaf und Psyche zusammen.

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