Vaginale Gase: Das völlig normale Phänomen, über das niemand spricht

Gelöschtes Konto
Gelöschtes Konto

Ob beim Sport oder durch die Verwendung von Menstruationsprodukten: Es gibt viele Situationen im Alltag einer Frau, in denen vaginale Winde auftreten können.

intimgesundheit frau
Das vaginale Mikrobiom hat einen bedeutenden Einfluss auf die Regulation der Immunantwort und den Schutz vor eindringenden Mikroorganismen. - Depositphotos

Sie kennen das bestimmt: Ein unerwartetes Geräusch aus ihrer Vagina während der Intimität, das Ihnen die Röte ins Gesicht treibt. Doch was Sie vielleicht überraschen wird – dieses Phänomen betrifft über 70 Prozent aller Frauen und ist völlig natürlich.

Was sind vaginale Gase?

Vaginale Gase, auch als «Queefing» bezeichnet, entstehen durch das Entweichen eingeschlossener Luft aus der Vagina. Anders als Darmgase sind sie völlig geruchlos, da sie nicht mit dem Verdauungssystem in Verbindung stehen.

frau beobachtet intimbereich
Störungen des vaginalen Mikrobioms, auch als Dysbiose bezeichnet, können zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen, wie z.B. bakterieller Vaginose. - Depositphotos

Der charakteristische Laut entsteht durch Luftbewegungen im Vaginalkanal, ähnlich wie bei einem Luftballon, der Luft verliert. Diese unwillkürliche Körperfunktion können Sie nicht bewusst steuern oder verhindern.

Die Vagina funktioniert wie ein flexibler Schlauch, der sich ausdehnt und zusammenzieht. Wenn Luft hineingelangt, sucht sie sich den natürlichen Weg nach draussen – ein völlig normaler physikalischer Vorgang.

Die häufigsten Ursachen

Sexuelle Aktivitäten stehen an erster Stelle der Verursacher für vaginale Gase. Penetration durch Penis, Finger oder Sexspielzeug drückt unweigerlich Luft in den Vaginalkanal hinein.

Bestimmte Sexstellungen, besonders solche mit tiefer Penetration, begünstigen das Eindringen von Luft erheblich. Häufige Positionswechsel während des Geschlechtsverkehrs verstärken diesen Effekt zusätzlich.

d
Sexfrust war gestern! Die Kondome Performa sorgen für ein längeres Vergnügen. - Depositphotos

Körperliche Betätigung kann ebenfalls Auslöser sein, insbesondere Yoga, Pilates oder intensive Bauchmuskelübungen. Diese Aktivitäten erzeugen Druckveränderungen im Beckenbereich, die Luft in die Vagina befördern können.

Wann sollten Sie sich Sorgen machen?

In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle sind vaginale Gase harmlos und verschwinden binnen Sekunden von selbst. Sie stellen keinerlei Gesundheitsrisiko dar und sind ein Zeichen normaler Körperfunktionen.

Begleitende Symptome wie ungewöhnlicher Ausfluss, Schmerzen oder Brennen jedoch sind als Warnsignale zu werten. Diese Kombination könnte auf ernstere Erkrankungen wie Vaginalfisteln hinweisen, die ärztliche Behandlung erfordern.

Wenn vaginale Gase aussergewöhnlich häufig und ohne erkennbare Ursache auftreten, empfiehlt sich eine gynäkologische Untersuchung.

Präventionsstrategien: Lässt sich «Queefing» wegtrainieren?

Gezieltes Beckenbodentraining stärkt die Muskulatur und kann die Häufigkeit vaginaler Gase deutlich reduzieren. Kegel-Übungen verbessern die Kontrolle über die Vaginalmuskulatur und beugen langfristig unangenehmem Queefing vor.

frau beim pilates mit ball
Beckenbodentraining, zum Beispiel durch Pilates, stärkt die Tiefenmuskulatur. - Depositphotos

Eine trainierte Beckenbodenmuskulatur unterstützt nicht nur bei diesem speziellen Problem, sondern fördert auch die allgemeine Intimgesundheit. Die Übungen lassen sich diskret in den Alltag integrieren und zeigen bereits nach wenigen Wochen Wirkung.

Auch bewusste Bewegungsabläufe beim Geschlechtsverkehr minimieren das Lufteindringen. Sanfte, fliessende Bewegungen und allmähliche Positionswechsel reduzieren die Wahrscheinlichkeit für vaginale Gase erheblich.

Ehrliche Kommunikation und Entspannung sind wichtig

Kommunikation mit dem Partner ist entscheidend für ein entspanntes Liebesleben. Sprechen Sie offen über das Thema und nehmen Sie es gerne mit Humor.

Viele Paare finden, dass Offenheit und Verständnis die Intimität sogar stärken können. Ihr Partner wird wahrscheinlich Verständnis zeigen, da es sich um etwas völlig Normales handelt. Vielleicht finden Sie sogar ein liebevolles Wort für das Phänomen, sollte es sich wieder mal zwischen Sie drängen?

Entspannung ist der Schlüssel zu einem positiven Umgang mit vaginalen Gasen. Andersum: Je verkrampfter Sie sind, desto wahrscheinlicher treten die schambelasteten Winde auf.

Fünf Mythen und Fakten

Mythos: Vaginale Gase sind ein Zeichen für schlechte Hygiene. Fakt: Sie haben nichts mit der Sauberkeit zu tun und können auch bei perfekter Hygiene auftreten.

Mythos: Nur bestimmte Frauen sind davon betroffen. Fakt: Jede Frau kann vaginale Gase erleben, unabhängig von Alter, Körperbau oder sexueller Erfahrung.

Mythos: Queefing kann man willentlich «einhalten». Fakt: Die meisten Frauen können das Entweichen nicht kontrollieren, da die Vaginalmuskulatur anders strukturiert ist als der Anus.

Menstruation
Zyklusstörungen müssen nicht hingenommen werden, sondern können mit Mönchspfeffer unterstützt werden. - Depositphotos

Mythos: Queefing hat immer etwas mit dem Zyklus zu tun. Fakt: Während der Periode oder des Eisprungs kann die Häufigkeit steigen, ist aber generell unabhängig vom Zyklus.

Mythos: Queefing klingt bei jeder Frau gleich. Fakt: Die Lautstärke und Dauer variieren je nach Menge der Luft, Vaginalform und Situation.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #5188 (nicht angemeldet)

Jede Frau hat das Recht dazu, Queef-frei (Queef-frei). Lasst eure Queef-Sterne hell erstrahlen. Du bist eine Frau, hör dich brüllen,(Queef-frei). Dein Queefen ist zu laut, um es zu ignorieren. Queefe ein bisschen jeden Tag und lass deine Seele fliegen! Aaah... aaah...Queef-frei!

User #5781 (nicht angemeldet)

Bezweifle die Geruchslosigkeit.

Weiterlesen

Mädchen Schwimmbad Wasser Schwimmreifen
1 Interaktionen
Kindergesundheit
Frau trinkt Kirschsaft
14 Interaktionen
Ernährung
Feuerwerk
12 Interaktionen
Mentale Gesundheit
Nieren, Ärztin
2 Interaktionen
Krankheiten
Nachdenkliche Frau beim Zähneputzen
12 Interaktionen
Mentale Gesundheit
Kreide Strasse Kind Regenbogen
2 Interaktionen
Mentale Gesundheit