So erkennen Sie eine somatische Belastungsstörung

    Kiran Iqbal
    Kiran Iqbal

    Wer unter einer somatischen Belastungsstörung leidet, bekommt es bei der psychischen Erkrankung oft mit körperlichen Symptomen zu tun. Anzeichen und was hilft.

    Frau hat Nackenschmerzen
    Eine somatische Belastungsstörung kann sich unterschiedlich auswirken, etwa durch körperliche Schmerzen. - Depositphotos

    Besteht eine somatische Belastungsstörung, ist diese üblicherweise auf eine psychische Erkrankung zurückzuführen, die sich durch körperliche Symptome äussert. Betroffene sind oft besorgt über ihre Beschwerden und suchen regelmässig medizinische Hilfe.

    Mann mit Atemnot
    Eine somatische Belastungsstörung ist oft durch übermässige Sorgen um die Gesundheit gekennzeichnet. - Depositphotos

    Auch wenn ernsthafte Krankheiten ausgeschlossen wurden, suchen sie etwa weiterhin nach einer Erklärung für ihr Unwohlsein. Die Sorgen dominieren den Alltag häufig so sehr, dass sie zur Belastung werden.

    Symptome erkennen: Was man beachten sollte

    Die Symptome einer somatischen Belastungsstörung können spezifische Empfindungen wie Schmerzen oder Atemnot sein. Aber auch allgemeinere Anzeichen wie Müdigkeit oder Schwäche gehören dazu.

    Sie können mit keiner identifizierbaren medizinischen Ursache zusammenhängen oder tatsächlich auf eine Erkrankung zurückzuführen sein. Sofern eine körperliche Erkrankung vorliegt, leiden Betroffene intensiver unter den Folgen, als es üblich ist.

    Das bedeutet, dass die Schmerzen beispielsweise deutlich stärker wahrgenommen werden. Es vergrössert den Leidensdruck insgesamt.

    Die psychologische Dimension

    Selbst hinter normalen körperliche Empfindungen befürchten Betroffene mit einer somatischen Belastungsstörung, dass die Anzeichen auf eine schwere körperliche Krankheit hindeuten. Es kann vorkommen, dass sie wiederholt ihren Körper auf Unregelmässigkeiten überprüfen.

    Betroffene planen zudem häufige Arztbesuche. Dies führt nicht selten dazu, dass die vorliegenden Befürchtungen sich sogar verschlimmern.

    Neben den Ängsten kann sich deshalb auch eine behandlungsbedürftige Depression entwickeln.

    Was hilft Betroffenen?

    Da körperliche Symptome immer mit organischen Problemen zusammenhängen können, ist es wichtig, sich von Ihrem Hausarzt untersuchen zu lassen. Wenn Ihr Arzt glaubt, dass Sie an einer somatischen Belastungsstörung leiden könnten, wird er Sie womöglich an einen Psychiater überweisen.

    Frau bei Psychotherapie
    Betroffenen wird häufig eine Psychotherapie empfohlen. - Depositphotos

    Als wirksam hat sich in diesem Zusammenhang aber vor allem die kognitive Verhaltenstherapie erwiesen. Diese wird bei leichten Symptomen ambulant durchgeführt und hilft oft dabei, den Leidensdruck zu verringern.

    Sofern es sich um eine stark ausgeprägte Störung handelt, ist manchmal ein stationärer Aufenthalt notwendig.

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