Ernährung und Ekzeme: Wie die richtige Kost Symptome lindern kann

    Kiran Iqbal
    Kiran Iqbal

    Ekzeme können durch die richtige Ernährung positiv beeinflusst werden. Bestimmte Lebensmittel unterstützen die Hautgesundheit und lindern sogar Symptome.

    Mutter gibt Tochter ein Stück Gemüse
    Die Ernährung kann Einfluss auf unsere Hautgesundheit nehmen. - Depositphotos

    Ekzeme sind oft unangenehm, allerdings kann die richtige Ernährung helfen, wenn nicht sie zu heilen, dann ihnen vorzubeugen. Es gibt Hinweise darauf, dass die Wahl der Lebensmittel einen direkten Einfluss auf die Hautgesundheit hat.

    Allerdings: Jeder Körper reagiert unterschiedlich auf Lebensmittel. Deshalb ist es wichtig, solche Nahrungsmittel zu finden, die zur eigenen Lebens- und Gesundheitssituation passen.

    Ekzem und Nahrungsmittelallergien: Eine komplexe Beziehung

    Viele Menschen, die an Ekzemen leiden, haben gleichzeitig Nahrungsmittelallergien. Das macht es schwierig, genau herauszufinden, welche Lebensmittel die Symptome auslösen.

    Häufige Auslöser sind Milchprodukte, Eier, Nüsse und Meeresfrüchte. Auch glutenhaltige Produkte können bei manchen Menschen Ekzemsymptome verschärfen.

    Eine individuell abgestimmte Ernährung kann die Symptome lindern und Allergien minimieren.

    Die besten Lebensmittel zur Linderung von Ekzemen

    Fettreiche Fische wie Lachs oder Makrele sind reich an Omega-3-Fettsäuren, die Entzündungen hemmen. Für Vegetarier gibt es pflanzliche Alternativen wie Leinsamen, Chiasamen oder Walnüsse – doch ist Vorsicht geboten, wenn der Verdacht einer Nahrungsmittelallergie auf Nüsse hinweist.

    Probiotische Lebensmittel, Tafel mit der Aufschrift "Probiotic food"
    Probiotische Nahrungsmittel sind häufig eine gute Wahl, um das Immunsystem zu unterstützen. - Depositphotos

    Auch Quercetin, ein Flavonoid in Obst und Gemüse, hat entzündungshemmende Eigenschaften und hilft, die Symptome zu lindern. Probiotische Lebensmittel fördern die Darmgesundheit und können ebenfalls Ekzemausbrüchen vorbeugen.

    Eine ausgewogene Ernährung unterstützt den Körper generell und kann die Häufigkeit von Schüben in vielen Fällen etwas verringern.

    Keto-Diät? Keine gute Idee

    Die Keto-Diät, die auf einer fettreichen Ernährung basiert, ist für Menschen mit Ekzemen eher ungeeignet. Diese Ernährungsweise könnte Entzündungen verstärken und den Hautzustand verschlechtern.

    Es gibt Berichte von einem sogenannten «Keto-Ausschlag», der ähnliche Symptome wie Ekzeme verursachen kann. Wer an Ekzemen leidet, sollte besser auf eine ausgewogene und entzündungshemmende Ernährung setzen.

    Denn die starke Reduktion von Kohlenhydraten und die Erhöhung von Fetten können die Haut zusätzlich belasten. Eine solche Ernährungsweise könnte die Symptome also durchaus verschärfen.

    Dyshidrotisches Ekzem und die Eliminationsdiät

    Bei einem dyshidrotischen Ekzem kann eine Eliminationsdiät helfen, Auslöser zu identifizieren. Zunächst werden Lebensmittel mit hohem Nickel- oder Kobaltgehalt wie Schokolade, Nüsse und bestimmte Meeresfrüchte für mindestens zwei Wochen weggelassen.

    Danach werden diese Lebensmittel einzeln wieder eingeführt, um die Reaktion des Körpers zu testen. So lässt sich feststellen, welche Nahrungsmittel die Symptome verschärfen.

    Frau lehnt ein Stück Torte ab
    Auch eine Eliminationsdiät kann bei Hautproblemen Abhilfe schaffen. - Depositphotos

    Es ist wichtig, diese nahrungsbezogene Spurensuche gut zu planen, um keine Nährstoffmängel zu riskieren. Daher kann die Unterstützung eines Ernährungsberaters sinnvoll sein.

    Glutenfreie Ernährung: Ein möglicher Weg zur Linderung von Ekzemen?

    Für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit kann eine glutenfreie Ernährung auch bei Ekzemen sinnvoll sein. Der Verzicht auf Gluten verbessert oft die Hautgesundheit, nicht nur, wenn es als Auslöser identifiziert wurde.

    Allerdings sind nicht alle glutenfreien Produkte gesund, da viele Zusatzstoffe enthalten, die der Haut schaden können. Es ist wichtig, die Ernährung vor allem mit natürlichen, unverarbeiteten Lebensmitteln zu gestalten.

    So wird die Haut bestmöglich unterstützt, ohne dass schädliche Inhaltsstoffe aufgenommen werden. Wer sich glutenfrei ernähren möchte, sollte also auch auf Qualität und Reinheit der Produkte achten.

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