So erkennt man gefährlichen Bluthochdruck bei Frauen

    Kiran Iqbal
    Kiran Iqbal

    Bluthochdruck erkennt kaum jemand zur rechten Zeit. Gerade Frauen zeigen oft spezielle Symptome – und riskieren später Herzprobleme.

    Frau, Blutdruckmessung
    Unbehandelter Bluthochdruck schädigt Herz, Nieren und Gefässe. Nach wenigen Jahren steigt das Risiko für Schlaganfall, Herzschwäche und sogar Demenz. - Depositphotos

    Stress, Schlafmangel, Kopfschmerzen – typische Begleiter eines vollen Alltags. Was viele nicht wissen: Hinter solchen Symptomen verbirgt sich manchmal mehr, etwa Bluthochdruck.

    Neben Männern sind auch Frauen oft gefährdet. Denn hormonelle Veränderungen – etwa in den Wechseljahren oder während der Schwangerschaft – erhöhen das Risiko.

    Blutdruckwerte ab 130/80 mmHg werden als erhöht eingestuft, eine medizinische Diagnose für Bluthochdruck erfolgt ab dauerhaft 140/90 mmHg. Auf folgende Anzeichen gilt es zu achten.

    Schlafstörungen und innere Unruhe

    Frauen mit Bluthochdruck leiden deutlich häufiger unter gestörtem Schlaf und Schlafapnoe. Die Zusammenhänge gelten laut Deutscher Herzstiftung und aktuellen kardiologischen Leitlinien als wissenschaftlich bestätigt.

    Frau mit Kissen über dem Kopf im Bett
    Iranische Forscher vom Tehran Heart Center fanden heraus: Wer weniger als sieben Stunden schläft, hat ein höheres Risiko für Bluthochdruck. - Depositphotos

    Nachts wird kein erholsamer Tiefschlaf erreicht, tagsüber bleibt eine nervige Müdigkeit zurück. Viele Betroffene fühlen sich wie gerädert, sind innerlich angespannt und nervös.

    Hinzu kommt eine leichte Reizbarkeit, die nicht nur die Arbeit, sondern auch das Privatleben mit Partner und Familie belasten kann.

    Kopfschmerzen und Schwindel

    Viele Frauen klagen über morgendliche Kopfschmerzen, vor allem im Hinterkopf. Diese Beschwerden treten oft direkt nach dem Aufwachen auf.

    Begleitet werden solche Kopfschmerzen nicht selten von Schwindel und Übelkeit. Spätestens wenn das Gleichgewicht öfter kippt, solltest du aufmerksam werden – denn erhöhte Blutdruckwerte sorgen rasch für Kreislaufstress.

    Ohrgeräusche oder Tinnitus können dazukommen und machen die Symptome noch verwirrender.

    Sehstörungen und Nasenbluten

    Ein weiteres Warnsignal: vorübergehende Sehstörungen, ein verschwommenes Sichtfeld oder flimmernde Bilder. Gerade in stressigen Phasen tritt auch mal Nasenbluten auf – meist leicht, aber wiederholt.

    Viele Frauen verbinden diese Beschwerden nicht direkt mit dem Blutdruck und unterschätzen das Risiko. Mediziner raten jedoch dazu, solche Warnzeichen ernst zu nehmen.

    Atemnot und Brustschmerzen

    Bei körperlicher Anstrengung kommt Atemnot auf, manchmal sogar Brustschmerzen – meist kurz und stechend. Diese Symptome sind typisch für eine fortgeschrittene Hypertonie und können auf ernsthafte Herz-Kreislauf-Probleme hindeuten.

    Frau mit Brustschmerzen
    Nicht zu lange warten: Stechende Schmerzen im Brustbereich bedürfen einer medizinischen Abklärung. - Depositphotos

    Die Deutsche Herzstiftung verweist darauf, dass Frauen ab etwa 45 Jahren besonders gefährdet sind: Ihr Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall steigt mit jedem Zehn-Punkte-Anstieg des systolischen Blutdrucks deutlich stärker als bei Männern.​

    Hormonumstellungen und Lebensphasen

    Besonders kritisch ist der Blutdruck ab den Wechseljahren – jede zweite Frau ab dem Alter von 60 Jahren ist betroffen. Auch die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel kann das Risiko verdoppeln bis verdreifachen.

    Schwangere Frauen mit Präeklampsie sind im späteren Leben ebenfalls deutlich gefährdeter. Gut zu wissen: Grundsätzlich wird das Blutdruckmessen ab 45 empfohlen, mindestens zweimal im Jahr.

    Wer zudem auf sein Gewicht, Bewegung und wenig Salz achtet, senkt die Werte nachweislich.

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    Kommentare

    User #2826 (nicht angemeldet)

    Bluthochdruck ganz einfach feststellen: mu tu messen!

    User #890 (nicht angemeldet)

    Es gibt kein Bluthochdruck. Das ist eine Erfindung um die halbe Bevölkerung für Krank zu erklären und zu medikamentieren. Ein riesen Geschäft für Pharma und Ärzte. Deshalb, verweigert beim Arzt die Blutdruckmessung. Die Geräte sind manipuliert und zeigen immer zuviel an.

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