Was ist Morbus Crohn?

    Gelöschtes Konto
    Gelöschtes Konto

    Die chronisch-entzündliche Darmerkrankung gehört zu den häufigen Erkrankungen in der Schweiz. Erfahren Sie mehr über Ursachen, Symptome und Behandlung.

    Morbus Crohn Diagnose
    Die chronische Darmerkrankung Morbus Crohn kann jeden treffen, unabhängig von Alter oder Geschlecht. - Depositphotos

    Die Welt der Medizin ist voller Geheimnisse und Rätsel, die nur darauf warten, gelöst zu werden. Eines dieser Mysterien ist die Crohn-Krankheit – eine heimtückische und oft missverstandene Erkrankung des Verdauungssystems.

    Sie variiert in ihrer Schwere von mild bis hin zu schwerwiegenden Fällen mit potenziell lebensbedrohlichen Komplikationen. Oft bleibt sie lange Zeit unbemerkt und wird daher auch als «unsichtbarer Feind» bezeichnet.

    Doch wie äussert sich das Leiden – und gibt es Hoffnung für Betroffene?

    Der stille Angreifer

    Morbus Crohn gehört zur Gruppe der Autoimmunerkrankungen. Das bedeutet, dass das Immunsystem fälschlicherweise gesundes Gewebe angreift – in diesem Fall den Verdauungstrakt.

    Entzündungen können dabei in jedem Teil des Magen-Darm-Trakts auftreten – vom Mund bis zum Anus. Sie verursachen Schwellungen und teils starke Schmerzen.

    Frau auf Bett sitzend
    Betroffene leiden häufig an Bauchschmerzen. Doch auch ausserhalb des Darms kann es zu Beschwerden kommen, so zu Gelenkschmerzen oder Hautproblemen. - Depositphotos

    Die Symptome entwickeln sich oft schleichend und verschlimmern sich im Laufe der Zeit. Frühe Anzeichen sind unter anderem Durchfall, Bauchkrämpfe, Blut im Stuhl sowie unerklärlicher Gewichtsverlust, später treten perianale Fisteln und Atemnot aufgrund von Anämie auf.

    «Diagnose: Ein komplexer Prozess»

    Es gibt fünf Variationen von Morbus Crohn, die sich nach der Lokalisation im Verdauungssystem unterscheiden. Dazu gehören Gastroduodenaler Morbus Crohn (betrifft Magen und Zwölffingerdarm), Jejunoileitis (betrifft den zweiten Teil des Darms) und Ileocolitis (betrifft das Ileum und den Dickdarm).

    Eine Diagnose ist nicht einfach zu stellen, denn es gibt keine spezifischen Tests. Stattdessen müssen Ärzte eine Reihe von Untersuchungen durchführen, um andere mögliche Ursachen auszuschliessen.

    Dazu gehören Blut- und Stuhlproben, Röntgenaufnahmen und Darmspiegelungen. Auch eine genetische Veranlagung kann auf die Krankheit hinweisen.

    So wird die Darmerkrankung behandelt

    Die Behandlung von Morbus Crohn ist komplex und individuell. Es gibt keine Heilung für diese Erkrankung, aber verschiedene Therapieansätze können helfen, die Symptome zu lindern und Komplikationen vorzubeugen.

    Dazu zählen Medikamente zur Reduzierung der Entzündungen sowie spezielle Diäten. Wichtig ist auch eine psychologische Unterstützung, um mit den Belastungen der Krankheit besser umgehen zu können.

    sef
    Das SEF beschäftigt sich mit Lieferengpässen bei Medikamenten und anderen wichtigen Gütern. (Symbolbild) - depositphotos

    Sollten weniger invasive Therapien versagen, kann eine Operation notwendig sein. Rund 80 Prozent aller Patienten mit Morbus Crohn benötigen irgendwann in ihrem Leben einen chirurgischen Eingriff.

    Einige Patienten setzen auch auf komplementäre und alternative Medizin (KAM), um die Symptome von Morbus Crohn zu lindern. Dazu gehören Probiotika, Präbiotika oder auch Akupunktur.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Frau beim Psychotherapeuten
    Mentale Gesundheit
    Frau auf Laufband
    Sport & Fitness
    Hände halten
    Mentale Gesundheit
    Frau mit Pille auf der Hand
    6 Interaktionen
    Frauengesundheit
    Füsse eines Kindes auf Massagematten
    Kindergesundheit
    Frau schält Banane
    2 Interaktionen
    Food