Burnout: So viele Schweizerinnen und Schweizer leiden daran

    Paula Lupo
    Paula Lupo

    Immer mehr Arbeitnehmer leiden in der Schweiz an einem Burnout. Die Zahlen steigen stetig an – doch als richtige Krankheit wird ein Burnout nicht akzeptiert.

    frau liegt auf bett
    Viele Schweizerinnen und Schweizer leiden an einem Burnout. Viele leiden an einer Müdigkeit, gegen die auch Schlaf nicht viel bringt. - Unsplash

    Extreme Müdigkeit, innere Leere und abnehmende Leistungsfähigkeit: Ein Burnout kann viele verschiedene Symptome haben.

    Burnout ist keine offizielle medizinische Diagnose, doch das heisst nicht, dass Betroffene weniger leiden. Auch in der Schweiz sind viele Personen davon betroffen – und es werden tendenziell immer mehr.

    Burnout im Herzen Europas: Wie viele sind betroffen?

    Laut neuesten Zahlen leidet fast jeder zehnte Arbeitnehmer in der Schweiz an Symptomen eines Burnouts. Das bedeutet, dass rund 400'000 Menschen von diesem Zustand extremer Erschöpfung betroffen sind.

    Bei einer grossen Umfrage der SRG gaben 17 Prozent der Personen an, bereits ein Burnout erlebt zu haben. Ein Viertel der Menschen gab an, sich «Burnout-gefährdet» zu fühlen.

    Männer bei der Arbeit
    Viele Personen in der Schweiz sind bei der Arbeit grossem Stress ausgesetzt. (Symbolbild) - Depositphotos

    Diese Zahl ist ziemlich hoch und das verdeutlicht die Dringlichkeit des Problems. Es zeigt auf, dass präventive Massnahme sowie effektive Behandlungsstrategien dringend benötigt werden.

    Auszeit vom Arbeitsleben: Die Dauer des Ausfalls

    Neben den persönlichen Leiden führt ein Burnout auch zu erheblichen Ausfallzeiten am Arbeitsplatz. Einer Studie der SWICA zufolge haben 57 Prozent aller Fehltage aus psychischen Gründen mit Konflikten am Arbeitsplatz zu tun.

    Im Durchschnitt fehlen Betroffene etwa 36 Tage pro Jahr bei ihrer Arbeit – das sind mehr als sieben Wochen! Darunter leidet einerseits die Produktivität von Unternehmen und Organisationen.

    Aber nicht nur: Es belastet auch das Sozial- und Gesundheitswesen der Schweiz erheblich.

    Das Damoklesschwert: Die Rückfallquote

    Einmal Burnout, immer Burnout? Leider ist die Wahrheit nicht weit davon entfernt. Etwa ein Drittel aller Betroffenen erleidet innerhalb von zwei Jahren einen Rückfall.

    Deswegen ist es sehr wichtig, Zugang zu nachhaltiger Behandlung und Betreuung zu haben. So kann der Teufelskreis durchbrochen und den Betroffenen eine langfristige Genesung ermöglicht werden.

    frau mit angstzustand
    Ein Burnout kann auch Angstzustände auslösen. Es ist wichtig, dass die psychische Belastung nachhaltig gebannt werden kann. - Unsplash

    Eine Kombination aus medizinischer Therapie, psychologischer Unterstützung und Massnahmen zur Stressreduktion kann helfen, wieder gesund zu werden.

    Um nachhaltig etwas verändern zu können, ist auch das Arbeitsumfeld selbst von entscheidender Bedeutung. Flexible Arbeitszeiten, ein gesundes Mass an Autonomie sowie Anerkennung und Unterstützung durch Vorgesetzte können dazu beitragen, einem erneuten Ausbrennen vorzubeugen.

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