Somatropin – Das Wachstumshormon, das mehr kann als Doping
Im Sport ist Somatropin im Allgemeinen als Doping-Substanz bekannt. Doch darüber hinaus kann das Wachstumshormon wichtige Körperprozesse unterstützen.

In den Medien hören wir von Somatropin meist nur dann, wenn bei einem Athleten im Rahmen einer Routinekontrolle plötzlich ein erhöhter Wert des Wachstumshormons festgestellt wird. Dann folgt in der Regel eine drastische Strafe des zuständigen Verbands, da das Spritzen von Somatropin für eine unerlaubte Leistungssteigerung sorgt.
Natürlicherweise produziert der menschliche Körper das Wachstumshormon selbst. Es spielt eine entscheidende Rolle bei der körperlichen Entwicklung von Kindern und beeinflusst eine Vielzahl von Prozessen in unserem Organismus.
Doch was passiert, wenn es zu einem Mangel kommt? In solchen Fällen kann synthetisches HGH helfen.
HGH: Ein Hormon mit komplexen Aufgaben
HGH oder Somatropin wird von der Hypophyse produziert – einer kleinen Drüse im Gehirn. Das Hormon unterstützt unter anderem das Muskelwachstum und sorgt für gesunde, dichte Knochen.

Bei Kindern stimuliert das HGH lineares Wachstum und die Proteinsynthese. Bei Erwachsenen reguliert es den Blutzuckerspiegel.
Und weil es den Abbau von Fettgewebe und den Aufbau von Muskelmasse anregt, wird HGH auch im Bodybuilding-Bereich eingesetzt – hier aber leider oft genug missbraucht.
Wo kommt synthetisches Somatropin zum Einsatz?
Synthetisches HGH kommt beispielsweise bei der Behandlung von Kindern mit einem Mangel an Wachstumshormonen oder Kleinwüchsigkeit zur Anwendung. Durch die Injektion von HGH kann das natürliche Wachstum des Kindes angeregt werden.

Die Behandlung wird im Allgemeinen so lange fortgesetzt, bis das Kind eine seinem Alter entsprechende Grösse erreicht hat oder die Wachstumsphase beendet ist.
In einigen Fällen kann die Einnahme von Somatropin auch für Erwachsene von Vorteil sein. Zwar ist nicht mehr das «Wachstum» selbst Priorität, doch kann das Hormon Knochendichte sowie Muskelmasse und -kraft verbessern. Ausserdem trägt es zur besseren Verteilung des Körperfetts bei (mit weniger viszeralem Fett um die Organe herum).