Wie Olivenöl das Herz gesund hält

    Laura Martin
    Laura Martin

    Olivenöl gilt als gesund. Eine Studie ergab aber auch: Die Menge macht den Unterschied.

    Olivenöl, daneben Oliven
    Olivenöl gilt als gesund. - Depositphotos

    Schon lange gilt Olivenöl als Geheimwaffe für ein gesundes Herz. Olivenöl ist zudem nicht nur lecker. Es ist auch ein wichtiger Bestandteil der mediterranen Ernährung, die seit Jahren in aller Munde ist.

    Doch wie viel davon sollte man tatsächlich konsumieren? Eine aktuelle Studie liefert überraschende Antworten.

    Mediterrane Kost und ihre Wunderwaffe

    Zahlreiche Untersuchungen haben bereits einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Olivenöl und einem verringerten Risiko für verschiedene Gesundheitsprobleme hergestellt.

    Esslöffel mit Olivenöl
    Einige Studienteilnehmer nahmen vier Esslöffel, andere nur einen Teelöffel Olivenöl zu sich. - Depositphotos

    Doch bislang blieb eine Frage unbeantwortet: Wie viel extra natives Olivenöl (EVOO) sollten wir täglich zu uns nehmen, um den grösstmöglichen Nutzen zu erzielen?

    Auf der Suche nach dem goldenen Mittelmass

    Forscher der «University of Florida» sind dieser Frage auf den Grund gegangen und fanden heraus: Sowohl eine geringe als auch eine hohe Aufnahme von EVOO ist mit einer Verringerung des «schlechten» Cholesterins im Blutkreislauf verbunden.

    Interessanterweise zeigten Teilnehmer, die eine Diät mit geringem EVOO-Gebrauch machten, weiterhin Verbesserungen bei kardiometabolischen Markern während einer vierwöchigen Nachbeobachtungszeit.

    Vom hohen zum niedrigen Gebrauch von Olivenöl

    Für die Studie wurden 40 Erwachsene rekrutiert, die ein hohes Risiko für atherosklerotische Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufwiesen. Sie folgten vier Wochen lang einer vollwertigen, pflanzlichen Diät.

    Einige Teilnehmer verbrauchten dabei täglich vier Esslöffel EVOO, während andere weniger als einen Teelöffel zu sich nahmen.

    Die überraschenden Ergebnisse

    Nach vier Wochen zeigte sich bei den Probanden beider Gruppen eine signifikante Reduktion des LDL-Cholesterins im Blut. Allerdings stellten die Forscher fest, dass jene Teilnehmer mit geringem EVOO-Verbrauch in der Nachbeobachtungszeit noch weitere Verbesserungen erzielten.

    Olivenöl mit Stethoskop
    Für die Gesundheit sollte man auf eine moderate Verwendung von Olivenöl achten. - Depositphotos

    Nicht nur beim LDL-Cholesterin, sondern auch beim Gesamtcholesterin und dem Blutzuckerspiegel. Das deutet darauf hin, dass es vielleicht nicht das EVOO selbst ist, was gesund macht, sondern eher seine moderate Verwendung.

    Mehr ist nicht immer besser

    Diese Feststellung wird von anderen Experten bestätigt. Eine Ernährung, die weniger Fett enthalte, selbst gesundes, einfach ungesättigtes Fett wie Olivenöl, führe zu besseren metabolischen Profilen.

    So die Aussage von Jennifer Wong vom «MemorialCare Heart and Vascular Institute» gegenüber dem US-Nachrichtenportal «Medical News Today».

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