Warum Dehnübungen in jedes Workout gehören

Lukas Hertzsch
Lukas Hertzsch

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Das Dehnen vor und nach dem Training wird gerne vernachlässigt. Dabei profitieren wir in so vielfältiger Weise von regelmässigen Stretch-Einheiten.

Dehnen: das A und O, um beim Sport dauerhaft verletzungsfrei zu bleiben.
Dehnen: das A und O, um beim Sport dauerhaft verletzungsfrei zu bleiben. - Depositphotos

Viele Sportler sehen das Stretching als notwendiges Übel an oder lassen es sogar ganz weg. Das ist auch durchaus nachvollziehbar.

Denn im Gegensatz zu einer neuen Bestzeit beim Laufen oder einem neuen Gewichtsrekord beim Hanteltraining gibt uns das Dehnen meist keine grossen Erfolgserlebnisse.

Dennoch sollten wir nach darauf verzichten. Hier erfahren Sie, warum.

Die verschiedenen Arten des Stretchings

Statisches Dehnen ist die wohl bekannteste Form und ist besonders nützlich nach dem Training, als Teil einer Abkühlroutine. Hier geht es darum, eine Position am Ende der Bewegungsreichweite für 15 bis 30 Sekunden zu halten, bis man eine Spannung spürt.

Dynamisches Dehnen hingegen ist eine funktionellere Form des Stretchens. Kontinuierliche Bewegungsmuster dienen dazu, den Bewegungsumfang zu erweitern und Muskeln aufzuwärmen.

Es gibt diverse Varianten des Stretchings, die jeweils eigene Vor- und Nachteile haben.
Es gibt diverse Varianten des Stretchings, die jeweils eigene Vor- und Nachteile haben. - Depositphotos

Die sogenannte PNF-Dehnung ist eine weitere Form des Stretchings. Sie kombiniert Dehnen mit Muskelaktivierung, um den Bewegungsumfang zu erhöhen, und bietet laut Experten zahlreiche Vorteile im Vergleich zum statischen Dehnen.

Dehnen ist der Schlüssel zur Verletzungsprävention

Mobilitätsübungen wie dynamisches Dehnen erhöhen die Durchblutung. Sie helfen dabei, Ihre Muskeln vor dem Training aufzuwärmen.

Dehnen bereitet Muskeln und Bindegewebe auf harte Arbeit vor und minimiert so das Verletzungsrisiko durch plötzliche Bewegungen oder hohe Kräfte.

Zudem wirkt Dehnen Wunder bei steifen und verspannten Muskeln, die Schmerzen verursachen und uns im Alltag einschränken. Durch gezieltes Stretching kann man die Muskelflexibilität wiederherstellen und so Schmerzen schnell reduzieren.

Verbesseren Sie Ihre Haltung durch regelmässiges Stretching

Wir alle sitzen zu viel. Die Nutzung von Smartphones und Laptops ist ebenfalls schlecht für die Haltung.

Unser Alltag begünstigt durch diese und weitere Faktoren leider muskuläre Dysbalancen. Regelmässiges Dehnen kann jedoch unsere Haltung verbessern und Muskeln, die wir chronisch anspannen, wieder flexibel machen.

Trainingseffekte in Verbindung mit Dehnübungen

Stretching vor einem Workout kann die körperliche Leistung im Training verbessern. Dabei ist es wichtig, zu beachten, welche Form des Dehnübung Sie wählen.

Dynamisches Dehnen hat sich laut Sportwissenschaftlern als leistungssteigernd erwiesen. Währenddessen kann statisches Dehnen vor einem Workout das Gegenteil bewirken und Ihre Stärke und Power hemmen.

Verzichten Sie nicht auf Dehnen, denn es kann sogar Ihre Performance im Training optimieren.
Verzichten Sie nicht auf Dehnen, denn es kann sogar Ihre Performance im Training optimieren. - Depositphotos

Im Cool-Down ist statisches Dehnen dann wieder willkommen. Studien haben ergeben, dass das Einbeziehen einer Stretching-Routine nach dem Workout Muskelkater verbeugt und das Ausmass eines verzögerten Muskelkaters minimiert.

Die positiven Effekte auf Stresslevel

Durch regelmässiges Dehnen können Sie nicht nur die Durchblutung verbessern, sondern auch Ihre Stresslevel langfristig senken. Viele Menschen berichten davon, sich nach dem Stretching ruhiger, entspannter und glücklicher zu fühlen.

Lieber also das Workout um einige Minuten kürzen und mehr Zeit für Dehnübungen einplanen.

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