Ernährung

    Gute Laune auf dem Teller: Wie Ernährung die Stimmung beeinflusst

    Laura Martin
    Laura Martin

    Eine gesunde Ernährung ist fürs körperliche Wohlbefinden essenziell. Doch wussten Sie, dass das, was wir essen, Einfluss auf die geistige Gesundheit haben kann?

    Verschiedene Lebensmittel
    Ernährung trägt wesentlich zu unserem Wohlbefinden bei. - Depositphotos

    Neue Forschungen zeigen überraschende Zusammenhänge zwischen unserer Nahrungsaufnahme und unserem mentalen Zustand.

    Doch wie genau beeinflusst unsere Ernährung unsere Stimmung?

    Die Macht der Ernährung: Essen als Medizin gegen Depression und Angstzustände?

    Depressionen und Ängste sind die weltweit am häufigsten auftretenden psychischen Beschwerden. In den letzten Jahren hat das Interesse an der Beziehung zwischen Ernährung und geistiger Gesundheit stark zugenommen.

    Studien legen nahe, dass eine gesunde oder mediterrane Diät mit einem geringeren Risiko für Depressionen verbunden sein könnte. Eine entsprechende Ernährung ist reich an Obst, Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten sowie mässigem Verzehr von Geflügel, Eiern und Milchprodukten.

    Süsses Gift: Der versteckte Zusammenhang zwischen Kohlenhydraten und Stimmungsstörungen

    Der Konsum von stark raffinierten Kohlenhydraten kann nicht nur das Risiko für Übergewicht und Diabetes erhöhen. Auch negative Auswirkungen auf unser seelisches Wohlbefinden sind möglich.

    Fröhliche Frau isst Salat
    Je nachdem, was wir essen, kann das durchaus auch unsere Stimmung beeinflussen. - Depositphotos

    So zeigt beispielsweise eine Langzeitstudie der US-amerikanischen «Women's Health Initiative»: Es gibt offenbar einen Zusammenhang zwischen einer zunehmend höheren glykämischen Indexdiät und dem Auftreten von depressiven Symptomen.

    Entzündungen im Körper: Wie die Ernährung unser Immunsystem beeinflusst

    Studien haben gezeigt, dass eine anhaltende Einhaltung mediterraner Ernährungsweisen Entzündungsmarker beim Menschen reduzieren kann. Andererseits scheinen kalorienreiche Mahlzeiten, die reich an gesättigten Fetten sind, die Immunaktivierung zu stimulieren.

    Diese Verbindung zwischen schlechter Ernährung und erhöhten Entzündungen steht möglicherweise damit in Zusammenhang, das Risiko für Depressionen zu erhöhen.

    Zweites Gehirn: Der Einfluss des Darmmikrobioms auf unsere Stimmung

    Eine neuere Theorie, wie unsere Nahrungsaufnahme unser seelisches Wohlbefinden beeinflusst, bezieht sich auf den Einfluss von Ernährungsweisen auf das Darmmikrobiom. Das ist eine breite Bezeichnung für die Billionen mikrobieller Organismen in unserem Verdauungstrakt.

    Traurige Frau auf Sofa
    Auch die Gemütslage lässt sich mitunter mit unserer Ernährung in Verbindung bringen. - Depositphotos

    Das Mikrobiom interagiert bidirektional mit unserem Gehirn über neuronale, entzündliche und hormonelle Signalwege.

    Mehr Forschung nötig

    Forschungen deuten darauf hin, dass es wichtig ist, nicht nur aus körperlichen Gründen bewusste Entscheidungen hinsichtlich unserer Nahrungsaufnahme zu treffen. Auch der Schutz unserer mentalen Gesundheit ist dabei relevant.

    Um die komplexen Mechanismen, die unsere Ernährung und unser geistiges Wohlbefinden verbinden, vollständig zu verstehen, braucht es allerdings mehr Forschung.

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